Was ist Skan?

Bild
SKAN = Das, was sich bewegt ! (...aus der Sprache der Lakota Indianer)

Skan ist Körperpsychotherapie, die Ihren Ursprung in der Vegetotherapie Wilhelm Reichs (Arzt, Psychoanalytiker und Naturwissenschaftler, 1897-1957) hat, der früh den Zusammenhang von psychischen Inhalten mit den bioenergetischen Prozessen im Organismus erkannte.

Jeder Mensch ist in seinem naturgegebenen Zustand durchströmt von lebendiger Kraft, einer frei fliessenden Lebensenergie. Ist diese innere Bewegung ungestört, erleben wir uns im Einklang mit uns selbst und mit anderen Menschen. Wir fühlen uns als gesunde, friedvolle und liebende soziale Wesen. Das bestätigt auch die neurobiologische Erforschung des Gehirns. Der Neurobiologe und Arzt Prof.Joachim Bauer (Lit.Prinzip Menschlichkeit, 2006) sagt, zwischenmenschliche Anerkennung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben ist das Hauptanliegen jedes Menschen.

Wenn dieses existentielle Bedürfnis nach einem geborgenen, friedlichen und liebevollen Miteinander in den wichtigsten Beziehungen dauerhaft unerfüllt bleibt oder gestört wird, wird der freie Fluss unserer Lebensenergie im Körper blockiert. Im alltäglichen BewusstSein erfahren wir das als drastische Einschränkung von Empfindsamkeit, Beziehungsfähigkeit und Lebensfreude.

Überall da, wo wir in der frühesten Kindheit, aber auch im weiteren Leben, schwierige Beziehungserfahrungen in einem lieblosen bis feindseligen sozialen Umfeld gemacht haben, mussten wir lernen, ein Übermaß an seelischen und körperlichen Schmerzen auszublenden. Wir gewöhnten uns an, dauerhaft flach zu atmen und unsere Muskulatur in einer Grundanspannung zu halten. So konnten wir es schaffen, auch in schwierigsten Umgebungen zu überleben und zu funktionieren. Es gelang das Unerträgliche auszuhalten. Der Preis dafür ist, dass spontane Lebendigkeit, tiefe Empfindungsfähigkeit u. authentische körperliche Beweglichkeit eingeschränkt sind.

Den Energiefluss im Organismus zu reduzieren hat auf der mentalen und psychischen Ebene wiederum zur Folge, dass man sich abgetrennt von den eigenen Bedürfnissen fühlt. Ein eingeschränktes Selbst- und Selbstwertgefühl sowie eine angepasste Halbherzigkeit führen dann oftmals zu unerfüllten, frustrierenden Kontakten mit anderen Menschen.

In den Einzelsitzungen der SKAN-Körperpsychotherapie, der Atemarbeit auf der Matte, können die zur Gewohnheit gewordenen Atem- und Körperhaltungsmuster zunächst einmal bewusst erlebt werden. Liebevoll unterstützt und achtsam herausgefordert wird die Wirkung natürlicher Atemtiefe auf die eigene Empfindsamkeit neu erfahren. Angst, Scham, Wut, Trauer, Freude können so oft nach langer Zeit erstmals wieder zugelassen und deutlich ausgedrückt werden. Heilsam wirkt, mit den eigenen Gefühlen vorbehaltlos willkommen und gehalten zu sein - genau an den Stellen, wo die frühen seelischen Verletzungen körperlich fühlbare Ohnmacht, Schmerz und Resignation erzeugt haben.

Auch in der Gruppenarbeit der SKAN-Körperpsychotherapie wird die tiefe Atmung und Energetisierung des Körpers in unterschiedlichsten Bewegungs- und Ausdrucksangeboten, sowie kontemplativen Settings unterstützt und herausgefordert.

Es wird darüber hinaus ein Erfahrungsraum für Emotionen über intensive Sinneseindrücke und Körperbewegungen erlaubt, erzeugt und verstärkt. Ganz bewusst werden z.B. unterschiedlichste Stimmungen simuliert, die bei jedem Menschen in persönlichen Erinnerungen vorhanden sind. Diese Stimmungen zu fühlen, kann spezifische sehr alte oder auch aktuellere Erinnerungen an emotional wesentliche Ereignisse und Tatsachen aus dem eigenen Leben ermöglichen.

In einem heilsamen und wertschätzenden Rahmen dürfen unbewusste, mehr oder weniger lange verdrängte und problematische Inhalte von traumatischen Erfahrungen wiedererlebt werden und Ihren körperlichen und sprachlichen Ausdruck finden.

Darin ist immer wieder Gelegenheit, sich im zwischenmenschlichen Kontakt zu zeigen und individuelle Beziehungsgrenzen bewusst und fühlbar zu machen. Es geht darum, in den unterschiedlichsten Begegnungen mit sich selbst oder mit anderen Menschen andere Reaktionen zu erlauben als gewohnt. So kann man lernen, den eigenen Impulsen wieder zu vertrauen und ungewohnte Fragen zu stellen.

Diese ganzheitlichen körperlichen und kognitiven Erfahrungen können zu einer positiven Erweiterung der Selbstwahrnehmung führen. Im günstigen Fall werden dann diese neuen, das Leben bereichernden Sicht- und Verhaltensweisen auch im Alltag gewagt und nach und nach als Alternative zu den unbefriedigenden alten Mustern etabliert.

Diese Arbeit ist ein Angebot für Menschen,

die körperlich, psychisch und seelisch leiden,
die sich unterstützen lassen wollen in Beziehungskrisen und -ängsten,
die nicht weiter lieblos und ungeliebt leben wollen,
die ihre ureigenste Lebendigkeit suchen,
die (wieder) die letzte Autorität in ihrem Leben werden wollen,
die in die Fülle wollen.