Streaming Theatre

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Im fortschreitenden Verlauf der Körperarbeit in der Horizontalen (Mattenarbeiten) findet eine deutliche Befreiung des Körpers statt. Um diese Energien über die Therapiesituation hinaus im Alltäglichen ausdrücken und befriedigend leben zu lernen, ist das „Streaming Theatre“ eine effektive Möglichkeit der Selbsterfahrung. Es handelt sich dabei um eine Synthese aus reichianischer Körperarbeit und Schauspieltraining, die Al Baumann entwickelt hat und die in der Tradition großer Schauspiellehrer wie Konstantin Stanislawski, Michael Tschechov oder Lee Strasberg steht.

Mit Unterstützung von Bewegungs-, Ausdrucks- und Stimmimprovisationen wird der Kontakt zu den ureigensten emotionalen Ausdrucks- und Bewegungsimpulsen spontan erprobt und wieder hergestellt. Die Unzahl an „unwahren“ Verhaltensmustern, die als Resultat der manifestierten Schutzhaltungen zu unlebendiger Steifheit im Beziehungsverhalten geführt haben, kann gefühlt und verstanden werden. Mechanisches, beziehungsloses Dasein wird im Kontext der vorgegebenen Rollen von lebendiger Präsenz und schöpferischer Handlungsfähigkeit unterschieden und geübt.